Als hätten sich Car2go, DriveNow und Multicity abgesprochen: Zum Monatswechsel flatterte von allen drei One-Way-Carsharern unschöne Post in die digitalen Briefkästen der Kunden. Ab April passen Smart, BMW und Citröen die Tarife ihrer Carsharing-Dienste an. Im Klartext heißt das leider meistens: es wird teurer. Wir verschaffen einen Überblick über das neue Tarifchaos.

Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Auto und kombinieren zum Beispiel das Fahrrad mit Bus, Bahn und dem Carsharing. Vor allem in Berlin ist mit den Bussen und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bereits ein dichtes Netz an Mobilität vorhanden. Cambio bietet jetzt allen Abo-Kunden des BVG ein besonders attraktives Angebot.

Innerhalb der ersten Monate nach dem Start konnte die Carsharing-Tochter von Daimler, Car2go, in der Hauptstadt nach eigenen Angaben 25.000 Kunden gewinnen. Nun wurde das Geschäftsgebiet nach einer Umfrage erweitert und die Flotte ausgebaut. Zu den 1.200 Car2go-Smarts gehören seit kurzem auch 16 Elektrofahrzeuge, die in einem Pilotprojekt getestet werden.

Schon vor dem Start Anfang November hat das Carsharing-Startup CiteeCar in der Presse für Aufsehen gesorgt. Es bindet einige Mitglieder persönlich in die Abläufe ein, ähnlich wie beim privaten Carsharing, aber bietet die Vorzüge einer klassischen Carsharing-Flotte. Durch die damit verbundenen Einsparungen soll das stationsgebundene Carsharing von CiteeCar vor allem mit seinem günstigen Stundenpreis punkten. Doch kann das neue Modell tatsächlich überzeugen?

Bislang arbeitet Carsharing-Anbieter DriveNow mit einem externen Boardcomputer für die Abwicklung der Mietvorgänge. Mit der Einflottung der neuen BMW-1er-Generation greift die BMW-Tochter erstmals auf das hauseigene Boardsystem „iDrive“ zurück. Wir konnten das neue System im Vorfeld testen, wobei wir Vor- und Nachteile feststellten.

Am Freitag ging das Update zur Version 1.0.3 der Car2go-App für iOS und Android online. In der neuen Version wird das Geschäftsgebiet angezeigt und Nutzer können nun über die App Probleme melden. Dazu wird man direkt telefonisch verbunden oder kann eine E-Mail verfassen. Für Neukunden ist außerdem nun auch die Registrierung direkt über die App möglich. Anlässlich des Updates verlosen wir 10 Car2go-Hüllen für’s iPhone 4(s).

Neukunden haben noch bis Ende August die Möglichkeit, sich im car2go Pop-Up-Store zu registrieren. Von der Crew am Tresen gibt es dazu ein alkoholfreies Freigetränk nach Wahl. Die Membercard zur Car2go-Nutzung wird sofort ausgestellt.

Elektromobilität ist in aller Munde und Carsharing bietet Herstellern sowie Verbrauchern die Möglichkeit erste Erfahrungen mit der neuen Technik zu machen. So gab es schon früh Pilotprojekte, unter anderem mit dem Mini E oder Smart electric drive, die beispielsweise bei Flinkster zur Flotte gehören. Citroen startet am 30.08.12 in Kooperation mit der Bahntochter das erste rein elektrische Carsharing in Berlin unter dem Namen „Multicity“. Wer sich vor dem Start registriert, spart 25 Euro Anmeldegebühr und erhält bis zu 60 Freiminuten.

Mit dem C1 erweitert Cambio Carsharing das Fahrzeugangebot in Berlin. Der Kleinwagen wird ab einem Stundenpreis ab 1,40 Euro zu haben sein. Fünf der wendigen Stadtflitzer werden an verschiedenen Stationen im Raum Berlin verteilt. Eine Facebook-Kampagne begleitet die Einführung.

Gestern Abend wurde auf Prosieben in der Sendung Galileo ein Carsharing-Test gezeigt. Im Vergleich mussten sich Car2go, DriveNow und Flinkster messen lassen. Teststadt war Düsseldorf, wo alle drei Anbieter tätig sind, wie es auch in Berlin der Fall ist. Der Beitrag geht über 12 Minuten, enthält allerdings Fehler und Lücken, die das Bild verzerren. Wir haben den Test einmal genauer unter die Lupe genommen.

Autonetzer ist eine Plattform, über die private Autobesitzer ihre Fahrzeuge vermieten. Das so genannte „private Carsharing“ bieten die Stuttgarter seit 2010 an und waren damit unter den ersten in Deutschland. Weitere Anbieter wie Tamyca folgten ebenfalls dem US-Vorbild Getaround und buhlen nun um Kunden. Das private Carsharing hat jedoch mit Vorbehalten zu kämpfen, die wir im Interview mit Daniel Bartel von Autonetzer ansprachen.

Alle Interessierten, die Carsharing ausprobieren möchten, und neben Bus, Bahn und Fahrrad eine Mobilitätsalternative suchen, bietet sich bis zum 30. Juni eine kostengünstige Möglichkeit: Cambio schenkt allen Neueinsteigern die Anmeldegebühr in Höhe von 30 Euro.

Es war zu erwarten, dass DriveNow auf den Start von Car2go reagiert und das bislang deutlich kleinere Geschäftsgebiet und die ebenso geringere Fahrzeugzahl ausbaut. So überraschte uns die Nachricht aus München kurz vor dem Start der Konkurrenz von Daimler wenig. Ein 30 Quadratkilometer größeres Geschäftsgebiet und 150 weitere Wagen sollen die Kunden halten, die bislang am Rand oder außerhalb des Nutzungsareals wohnen. Wir haben den Vergleich zum bisherigen Geschäftsgebiet und dem von Car2go gezogen.

Heute startet das Carsharing-Angebot der Daimler-Tochter Car2go in Berlin. Gemeinsam mit Vermietungspartner Europcar will man den Carsharing-Markt auch in der Hauptstadt erobern und sorgte bereits mit der Ankündigung für Aufsehen. Das Unternehmen will den Berliner Car2go-Kunden 1.000 Smarts zur Nutzung bereitstellen. Zum Start sparen Neukunden bis 30.04.2012 die Anmeldegebühr in Höhe von sonst 9,90 Euro und erhalten neben der kostenlosen Mitgliedschaft noch 30 Freiminuten zum Kennenlernen.

Seit der offiziellen Bekanntgabe des Car2go-Starts in Berlin und Bekanntwerden erster Angebotsdetails warten wir gespannt auf Reaktionen seitens DriveNow. Gestern gab das Gemeinschaftsunternehmen von Sixt und BMW bekannt, dass Mieter nun zwischen dem bekannten Minutentarif und zwei vergünstigten Stundenpaketen wählen können – auch Car2go wird reduzierte Stundenpreise anbieten. Außerdem können DriveNow-Mitglieder nun bei Fahrtantritt eine Versicherungsoption zur Reduzierung der Selbstbeteiligung buchen.

Die Daimler-Tochter Car2go will anderen Carsharing-Angeboten in Berlin künftig kräftig Konkurrenz machen. Laut Ankündigung von Anfang März werde der Carsharing-Anbieter ab Ende April 1.000 Smarts zur flexiblen Miete in der Hauptstadt anbieten und übertrumpft damit den Wettbewerber DriveNow um einige hundert Fahrzeuge. Entscheidend beim One-Way-Carsharing ist jedoch auch das so genannte Geschäftsgebiet, in dem die Fahrzeuge kostenfrei wieder abgestellt werden können. Auch hier macht Car2go eine deutliche Ansage gegenüber DriveNow.

Greenwheels ist einer der alt eingesessenen Carsharing-Anbieter in Berlin mit einer großen Anzahl an Stationen. Bisher war die Tarifstruktur jedoch mit drei Abomodellen relativ kompliziert. Um im wachsenden Wettbewerb weiter zu bestehen, hat Greenwheels nun die Preise vereinfacht und bietet Interessenten ein dreimonatiges Probeabo.

Nachdem Sixt und BMW im vergangenen Jahr das stationsungebundene One-Way-Carsharing „DriveNow“ in Berlin starteten, zieht nun auch die Daimler-Tochter Car2go nach. Ab Ende April sollen 1.000 Smarts innerhalb des Stadtgebiets bereit stehen. Damit will Car2go mit seinem Partner Europcar in dem bereits hart umkämpften Carsharing-Markt in Berlin mitmischen.

Privates Carsharing, also das Verleihen und Leihen von privat zu privat, ist eine nachhaltige und gemeinschaftlich wertvolle Idee, wie nicht nur Nachbarschaftsauto findet, sondern nun auch die Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“. Diese Idee führt dazu, dass Autos in Deutschland effizienter genutzt werden und die Mobilität der Menschen erhöht wird. Gleichzeitig werden Kosten gespart, die Umwelt geschont und in den Städten gibt es mehr Parkplätze.

Mobil sein ohne eigenes Auto – für alle Studierenden, die hin und wieder ein Auto nutzen möchten, ist Carsharing eine gute Wahl: kaum Fixkosten, nie mehr TÜV, Werkstatt, Reifenwechsel und Parkplatzsuche. Carsharing ist eine praktische Ergänzung zu Bus, Bahn, Drahtesel und Flip-Flops.