Greenwheels ist einer der alt eingesessenen Carsharing-Anbieter in Berlin mit einer großen Anzahl an Stationen. Bisher war die Tarifstruktur jedoch mit drei Abomodellen relativ kompliziert. Um im wachsenden Wettbewerb weiter zu bestehen, hat Greenwheels nun die Preise vereinfacht und bietet Interessenten ein dreimonatiges Probeabo.

Greenwheels lockt Neukunden mit neuen Tarifen

Statt bisher drei Tarifoptionen mit 5, 15 und 25 Euro Monatsgebühr sowie an die Höhe des Abopreises gekoppelte Stunden- und Kilometerpauschalen, gibt es nun nur noch ein Jahresabonnement und einen Probetarif. Bei Anmeldung bis 31. März kann man für einmalig 15 Euro Greenwheels bis 30. Juni testen. Der Stundenpreis beträgt dann unabhängig vom Fahrzugtyp 2 Euro zuzüglich 0,21 Euro pro Kilometer in der Kompaktklasse und 0,26 Euro bei Vans. Der Tagespreis liegt bei den Kompakten bei 22 Euro und bei Vans bei 29 Euro. Im Anschluss kann in das Jahresabo mit 5 Euro Monatsgebühr gewechselt werden. Die Nutzung eines Kompaktwagens kostet dann weiterhin 2 Euro stündlich, allerdings steigt die Kilometerpauschale auf 0,25 Euro. Für Vans zahlt man pro Stunde 3 Euro und pro Kilometer 0,33 Euro. Die Tagesmietpreise bleiben gleich. Nachts zwischen 22-8 Uhr entfällt die Stundenpauschale in der Kompaktklasse und wird bei Vans auf 1 Euro reduziert. ÖPNV-Abokunden erhalten 25 Euro Gutschrift beim Wechsel aus dem Probeabo oder 50 Euro Gutschrift beim Direkteinstieg in das Jahresabo, die innerhalb von drei Monaten auf Zeit- und Kilometerpreise angerechnet werden.

„Wir haben die neue Tarifstruktur aufgelegt, weil im Zuge des wachsenden Wettbewerbes potenzielle Interessenten vermutlich noch stärker als in der Vergangenheit auf den Preis schauen. Diesen wollen wir mit dem neuen Tarif wettbewerbsgerechter gestalten, also erheblich einfacher zu verstehen und preisgünstiger als in der Vergangenheit.“ erläutert Greenwheels-Geschäftsführer Birger Holm gegenüber Carsharing Berlin.

Insgesamt hat sich Greenwheels durch die Tarifänderung den Marktpreisen deutlich angenähert und kann so durchaus als Alternative zum Lokaltarif von Flinkster angesehen werden – nicht zuletzt auch durch das recht große Stationsnetz. Die Unterschiede in Stunden- und Kilometerpreisen vom Probeabo gegenüber der regulären Mitgliedschaft verwirren aber eher. Hier wäre eine weitere Vereinfachung und Angleichung wünschenswert.

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