Alle Carsharing-Anbieter in Berlin auf einen Blick
Die Tabelle zeigt die Einstiegspreise, die die Anbieter selbst nennen. Sie sind „ab"-Preise: für die kleinste Fahrzeugklasse, ohne Zuschläge für Flughafen, Parken oder Zusatzversicherung. Der Link führt jeweils direkt zum Anbieter.
| Anbieter | Modell | Grundgebühr | Preise (Einstieg) | Geschäftsgebiet / Stationen | Quelle, Stand |
|---|---|---|---|---|---|
| MILES | Free-Floating | keine | ab 0,79 €/km + 1 € StartParken 0,35 €/min · Tag ab 24,99 € + 0,59 €/km | Innenstadt bis in die Außenbezirke, BER | Anbieter, 09/2026 |
| SIXT share | Free-Floating | keine | ab 0,09 €/min + 0,35 €/kmStunde ab 5,99 € | Innenstadt, BER | Anbieter, 09/2026 |
| Free2movefrüher Share Now | Free-Floating | keine | ab 0,17 €/minStunden- und Tagespakete | Innenstadt (Ring und angrenzende Kieze), BER | Anbieter, 09/2026 |
| Bolt Drive | Free-Floating | keine | ab 0,17 €/min + 0,29 €/km | Innenstadt | Anbieter, 09/2026 |
| cambio | stationsbasiert | je Tarif (START niedrig, AKTIV, COMFORT)Anmeldung einmalig ca. 30 € | ab 1,35 €/h + 0,25 €/km | feste Stationen in den Innenstadtbezirken | Anbieter, 09/2026 |
| FlinksterDeutsche Bahn | stationsbasiert | keine1,90 € je Buchung | ab 5,90 €/h + 0,36 €/kmWochenende max. 49 €/Tag inkl. 20 km | Stationen an Bahnhöfen und in Wohngebieten, bundesweit | Anbieter, 09/2026 |
| Greenwheels | stationsbasiert | je Tarif (drei Monatspauschalen) | Stunde + km je Tarif | feste Stationen | Anbieter, 09/2026 |
| stadtmobil Berlin | stationsbasiert | je Tarif (Genossenschaft) | Stunde + km je Tarif | feste Stationen in mehreren Bezirken | Anbieter, 09/2026 |
Stand: 12. September 2026. Preise laut den verlinkten Anbieterseiten (SIXT share, Bolt Drive und cambio ergänzt um das Vergleichsportal mivodo.com), gerundet und ohne Gewähr. Geschäftsgebiete laut Anbieter, die genaue Karte steht in der jeweiligen App. Verbindlich ist immer der aktuelle Tarif beim Anbieter.
Free-Floating oder stationsbasiert: welches Modell passt
Die wichtigste Entscheidung fällt vor dem Preisvergleich. Berlin hat zwei Arten von Carsharing, und sie sind für unterschiedliche Fahrten gebaut.
Free-Floating
Die Autos stehen verteilt im Geschäftsgebiet, meist innerhalb des S-Bahn-Rings und in angrenzenden Kiezen. Du öffnest die App, nimmst das nächste Auto, fährst und stellst es irgendwo im Gebiet wieder ab. Keine Reservierung Tage vorher, keine Rückgabe an einem festen Ort. Abgerechnet wird pro Minute oder pro Kilometer, oft mit Paketen für Stunden und Tage. Das ist ideal für spontane Fahrten von A nach B, für die Heimfahrt nachts und für Wege, bei denen du das Auto nicht zurückbringen willst.
Stationsbasiert
Das Auto hat einen festen Stellplatz, an dem du es abholst und wieder abgibst. Du buchst vorher einen Zeitraum, zahlst pro Stunde plus Kilometer und in den meisten Tarifen eine Monatsgebühr. Dafür sind die Stundenpreise deutlich niedriger, es gibt Kombis und Transporter, und das Auto ist zur gebuchten Zeit sicher da. Das lohnt sich für Großeinkäufe, Wochenendausflüge, Umzüge und alles, was länger als zwei Stunden dauert.
Viele Berliner nutzen beides: einen Free-Floating-Anbieter für den Alltag und einen stationsbasierten für die längeren Fahrten. Da die Free-Floating-Anmeldung kostenlos ist, kostet die Doppelmitgliedschaft nichts.
Was Carsharing in Berlin wirklich kostet
Einstiegspreise sagen wenig, weil Minuten, Kilometer und Startgebühr zusammenkommen. Drei typische Berliner Fahrten, grob gerechnet mit den Einstiegstarifen aus der Tabelle:
Kurze Fahrt quer durch den Kiez: 15 Minuten, 5 Kilometer
Nach Minute (0,09 €/min plus 0,35 €/km): etwa 3,10 €. Nach Kilometer (0,79 €/km plus 1 € Start): etwa 4,95 €. Bei kurzen, langsamen Stadtfahrten ist die Minutenabrechnung meist günstiger, solange du nicht im Stau stehst.
Großeinkauf mit Rückweg: 2 Stunden, 20 Kilometer
Free-Floating nach Minute: 120 Minuten wären 10,80 € plus 7 € Kilometer, also rund 18 €; die Stundenpakete ab 5,99 €/h liegen ähnlich, wenn die Kilometer dazukommen. Stationsbasiert (cambio-Einstieg 1,35 €/h plus 0,25 €/km): rund 7,70 € plus anteilige Monatsgebühr. Sobald das Auto steht, während du einkaufst, gewinnt die Station.
Tagesausflug in die Mark Brandenburg: 1 Tag, 150 Kilometer
Free-Floating-Tagespakete: bei MILES 1 Tag mit 100 km 84,99 € plus 50 Kilometer zu 0,59 €, etwa 115 €. Flinkster am Wochenende: max. 49 € pro Tag inklusive 20 Freikilometer plus 130 km zu 0,36 €, etwa 96 €. Stationsbasierte Tarife mit Tagespauschale liegen meist darunter, dafür musst du das Auto zurück an die Station bringen.
Faustregel: unter einer Stunde und im Ring gewinnt Free-Floating, ab zwei Stunden oder mit vielen Kilometern gewinnt die Station. Zusätzliche Kosten, die in keiner Tabelle stehen: Flughafenzuschläge am BER, Parkgebühren außerhalb des Geschäftsgebiets, Selbstbeteiligung im Schadensfall (meist 500 bis 1.000 €, reduzierbar gegen Aufpreis) und Tankguthaben, das du gutgeschrieben bekommst, wenn du für den Anbieter tankst oder lädst.
Die Anbieter im Detail
MILES
Berliner Unternehmen und mit Abstand die größte Flotte der Stadt, von Kleinwagen bis Transporter. Rechnet als einziger großer Anbieter nach Kilometern statt Minuten ab: gut, wenn du im Stau stehst, teurer auf der Stadtautobahn. Große Geschäftsgebiete bis in die Außenbezirke. miles-mobility.com
SIXT share
Free-Floating mit Minutenpreis und Kilometerpauschale, dazu Stunden- und Tagespakete, die nahtlos in die klassische SIXT-Miete übergehen. Fahrzeugmix von Kleinwagen bis Premium. sixt.de/share
Free2move
Der Nachfolger von Share Now (und damit von car2go und DriveNow) gehört zu Stellantis. Minutenpreis, Pakete für Stunden und Tage, Flotte mit vielen Fiat-, Peugeot- und Elektro-Modellen. free2move.com
Bolt Drive
Der Carsharing-Arm des Fahrdienst-Anbieters Bolt, seit 2023 in Berlin. Minutenpreis plus Kilometer, Buchung in derselben App wie Taxi und E-Scooter. bolt.eu/drive
cambio
Stationsbasiert mit Stationen in vielen Innenstadtbezirken. Drei Tarife von der niedrigen Grundgebühr für Gelegenheitsfahrer bis zum Vielfahrer-Tarif mit günstigen Stunden. Kombis und Transporter im Angebot. cambio-carsharing.de
Flinkster
Das Carsharing der Deutschen Bahn, Stationen an Bahnhöfen und in Wohngebieten. Keine Monatsgebühr, dafür Buchungsgebühr pro Fahrt. Bundesweit nutzbar, praktisch für die Weiterfahrt nach der Bahnreise. flinkster.de
Greenwheels und stadtmobil
Zwei weitere stationsbasierte Anbieter mit Tarifmodellen nach Fahrleistung: Greenwheels mit drei Monatspauschalen, stadtmobil Berlin im Verbund der stadtmobil-Genossenschaften mit Stationen in mehreren Bezirken. Beide lohnen sich, wenn eine Station in Laufweite liegt.
Anmeldung und Führerschein
Bei den Free-Floating-Anbietern läuft die Anmeldung komplett in der App: Ausweis und Führerschein werden per Kamera geprüft, ein Zahlungsmittel wird hinterlegt, und meist bist du innerhalb von Minuten freigeschaltet. Die Anmeldung selbst kostet nichts. Voraussetzung ist ein gültiger Führerschein der Klasse B; einige Anbieter verlangen ein Mindestalter zwischen 18 und 21 Jahren oder eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes, und Transporter oder Premium-Klassen sind oft an ein höheres Alter gebunden.
Die stationsbasierten Anbieter prüfen den Führerschein häufig einmal persönlich oder per Video-Ident, verlangen teilweise eine einmalige Anmeldegebühr und schicken eine Kundenkarte oder schalten die App frei. Wer den Führerschein im Ausland gemacht hat, sollte vorher nachfragen, welche Dokumente anerkannt werden. Bei jedem Anbieter gilt: Führerschein bei der Fahrt dabeihaben, und Adressänderungen melden, weil Bußgeldbescheide über den Anbieter zugestellt werden.
So sparst du beim Carsharing in Berlin
- Mehrere Apps installieren. Die Free-Floating-Anmeldung ist kostenlos; wer drei Anbieter hat, nimmt das nächste Auto statt zehn Minuten zu laufen, und die Minuten zählen erst ab Türöffnung.
- Pakete rechnen, bevor du losfährst. Ab etwa 40 Minuten ist ein Stundenpaket fast immer günstiger als der Minutenpreis, ab vier Stunden das Tagespaket.
- Parken statt beenden. Wenn du in 20 Minuten weiterfährst, ist der reduzierte Parkminutenpreis oft billiger als ein neues Auto mit neuer Startgebühr.
- Geschäftsgebiet prüfen. Wer außerhalb abstellt, zahlt Zuschlag oder kann die Fahrt gar nicht beenden. Die Gebietskarte steht in jeder App.
- Selbstbeteiligung einmal senken, nicht pro Fahrt. Viele Anbieter bieten eine monatliche Schadensreduzierung an, die günstiger ist als die Option je Fahrt, wenn du mehr als zweimal im Monat fährst.
- Tanken und Laden gutschreiben lassen. Fast jeder Anbieter belohnt das mit Freiminuten oder Guthaben.
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Häufige Fragen zum Carsharing in Berlin
Welcher Carsharing-Anbieter ist in Berlin am günstigsten?
Das hängt von der Fahrt ab. Für kurze Stadtfahrten unter einer Stunde sind Minutentarife ab 0,09 €/min plus Kilometer meist am günstigsten. Für Fahrten mit langen Standzeiten oder ab zwei Stunden ist stationsbasiertes Carsharing wie cambio oder Flinkster billiger, weil die Stunde dort nur wenige Euro kostet. Für Tagesausflüge lohnt sich der Vergleich der Tagespakete, bei denen Kilometer bereits enthalten sind.
Was brauche ich, um mich für Carsharing in Berlin anzumelden?
Einen gültigen Führerschein, ein Ausweisdokument, ein Zahlungsmittel und ein Smartphone. Die Free-Floating-Anbieter prüfen den Führerschein per Video oder in der App und schalten dich meist innerhalb von Minuten frei. Stationsbasierte Anbieter verlangen teilweise eine einmalige Anmeldegebühr und schicken eine Kundenkarte. Manche Anbieter setzen ein Mindestalter oder eine Mindestdauer des Führerscheinbesitzes voraus.
Wo darf ich ein Carsharing-Auto in Berlin abstellen?
Free-Floating-Autos darfst du auf allen öffentlichen Parkplätzen innerhalb des Geschäftsgebiets abstellen, auch in Parkraumbewirtschaftungszonen, weil die Anbieter die Parkgebühren mit dem Land Berlin pauschal abrechnen. Nicht erlaubt sind Privatparkplätze, Halteverbote und Parkhäuser ohne Vereinbarung. Stationsbasierte Autos gehören zurück auf ihren festen Stellplatz.
Kann ich mit Carsharing zum Flughafen BER fahren?
Ja, die großen Free-Floating-Anbieter haben am BER eigene Flächen oder Parkhausplätze, an denen die Fahrt beendet werden darf. Dafür fällt in der Regel ein Flughafenzuschlag an, der in der App vor dem Beenden angezeigt wird. Ein Blick auf die Gebietskarte vor der Fahrt vermeidet Überraschungen.
Was passiert bei einem Unfall oder Schaden?
Jedes Carsharing-Auto ist haftpflicht- und vollkaskoversichert. Bei einem selbst verschuldeten Schaden zahlst du die im Tarif festgelegte Selbstbeteiligung, meist zwischen 500 und 1.000 Euro. Fast alle Anbieter bieten gegen Aufpreis eine Reduzierung auf einen niedrigen Betrag an, pro Fahrt oder als Monatsoption. Schäden, die schon vor deiner Fahrt da waren, solltest du vor dem Start in der App melden.
Lohnt sich Carsharing im Vergleich zum eigenen Auto?
Für die meisten Berliner Haushalte, die weniger als etwa 10.000 Kilometer im Jahr fahren, ja. Ein eigener Kleinwagen kostet mit Versicherung, Steuer, Wartung, Wertverlust und Parken schnell 300 bis 400 Euro im Monat, bevor ein Kilometer gefahren ist. Wer zwei- bis dreimal die Woche eine Carsharing-Fahrt unternimmt, kommt meist auf deutlich weniger. Teuer wird Carsharing erst bei täglichem Pendeln oder langen Strecken.
Alle Preise auf dieser Seite sind Einstiegspreise, gerundet und ohne Gewähr. Verbindlich sind die aktuellen Tarife und Bedingungen der Anbieter, auf die verlinkt wird. Diese Seite steht in keiner Verbindung zu den genannten Unternehmen.